Sympathikusblockade

Die Sympathikusblockade ist eine anerkannt wirksame Methode für die Behandlung des Morbus Sudeck. Ausgehend von der Annahme, dass beim Morbus Sudeck der Sympathikus überschiessend reagiert, versucht man mittels Anästhesie die Sympathikusaktivität zu dämpfen. Diese Behandlungsmethode sollte nur in spezialisierten Kliniken von erfahrenen Spezialisten durchgeführt werden.

Bei Morbus Sudeck an einem Fuss oder Knie wird unter Röntgenkontrolle eine lange Nadel lumbal (untere Rückenregion) in die Nähe des sympathischen Grenzstranges geführt und dieser vorübergehend betäubt.

Bei einem Sudeck an Hand oder Arm wird in der Nähe des Halses der Nerv betäubt, der in den Arm führt, dies wird Stellatumblockade genannt.

Die Hauttemperatur des betroffenen Körperteils erhöht sich und der Schmerz sollte sich deutlich verringern. Die Beweglichkeit des betroffenen Gelenkes steigert sich, weshalb nach Durchführung einer Blockade immer physio- oder ergotherapeutisch mit dem Patienten gearbeitet werden sollte.

Wenn der Patient auf die Blockade anspricht werden in der Regel 6 bis 10 Blockaden im Abstand von 24 oder 48 Stunden gemacht, weil die einzelne Blockade nur etwa 12 bis 36 Stunden wirkt. Die Blockaden können fortgeführt werden mit immer grösserem zeitlichem Abstand.

Es gibt allerdings auch Formen von Sudeck, die nicht sympathikusabhängig sind. Wenn der Patient auf die ersten 2 - 6 Blockaden nicht positiv anspricht, hat es keinen Sinn weitere durchzuführen.

In den USA und der Schweiz setzt sich immer mehr durch, dass diese Blockaden durchgeführt werden, sobald die Diagnose gestellt ist.

Regionale intravenöse Blockaden, z.B. Guanethidinblockaden, auch Ismelinblockaden genannt, sollten nicht mehr durchgeführt werden, da sie im Vergleich mit Plazebo (Scheinmedikament) nicht besser abschnitten und nur wertvolle Zeit für wirksamere Behandlungen verloren geht. Ausserdem sind diese Blockaden oft schmerzhaft.

 

 

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